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    22-Jul-2016
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  • medianet

    careernetwork

    Wien. Bei der 36. Generalversamm-lung des Wirtschaftsforums der Fhrungskrfte bergab Gewista-Generaldirektor Karl Javurek nach vier Jahren sein Amt als WdF-Bun-desvorsitzender an SAP sterreich-COO Gerhard Zeiner, der von den anwesenden Mitgliedern einstim-mig gewhlt wurde.

    Das WdF sieht sich als grtes unabhngiges Fhrungskrfte-netzwerk sterreichs und vertritt rund 3.000 Top-Manager. Es bietet u.a. die Gelegenheit zur Vernet-zung im Rahmen von Vortragsrei-hen, Podiumsdiskusssionen oder Expertenfrhstcken. (pj)

    SERIE: INTELLECTUAL CAPITAL

    Helga Nowotny ber die gesellschaftlichen Voraussetzungen von Innovation Seite 69

    SHOP-JOBS FR LEHRLINGE

    Managementaufgaben fr Shop Consultants im A1 Lehrlingsshop Wien Ottakring Seite 70

    ANDREAS POSCHALKO

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    inside your Business. TodAy. freiTAG, 3. JuLi 2015 67

    Profil D.A.S.-Vor-standssprecher Johannes Loinger

    will die Welt tglich ein Stck gerechter

    machen. Seite 68 FAB-Modell In Ober-

    sterreich wird vor-gezeigt, wie Geschtzte Arbeit sinnvoll in Unter-nehmen integriert

    werden kann. Seite 70

    d.A.s.

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    CAMPUSLAND

    Seit Mitte 2012 bndeln die acht Hochschulen des Bundeslandes Ober-sterreich ihre Krfte unter einer Dachmarke. Seite 71

    Wien. 381.898 Personen (inkl. Schu-lungen) waren im Juni auf Stellen-suche ein Zuwachs im Jahres-vergleich von 7,7%. Ein deutliches Plus gab es bei Langzeitarbeitslo-sen: 32.720 waren lnger als ein Jahr ohne Arbeitsplatz = +182%.

    Das AMS nennt als Grund den Druck, der von hinzukommenden Arbeitslosen ausgehe, sowie die Allgemeinsituation. Weil das Wirtschaftswachstum sehr nied-rig sei, gebe es keine Jobs. Weil die Zahl der Jobsuchenden generell steige, wirkt sich das auf Men-schen aus, die weniger oft dran-kommen, sagt Beate Sprenger vom

    AMS. Die Konkurrenz auf dem Ar-beitsmarkt ist sehr hoch.

    Eine Frage der Relationen

    Gleichzeitig bemht man sich aufseiten des AMS, zu relativie-ren: Der Anstieg lese sich auf den ersten Blick dramatisch, jedoch sei das 182%-Plus auch in Relation zur absoluten Anzahl der Betroffenen zu sehen. Betroffen seien knapp 33.000 Personen, eine Anzahl, die sich im Vergleich zu allen verfg-baren Krften auf dem Arbeits-markt relativiere wenngleich es schlicht zu viele seien. (pj)

    Starke Konkurrenz die Zahl der Arbeitsuchenden ist auch im Juni weiter gestiegen

    Schon fast 382.000 ohne Job

    Die Arbeitslosigkeit nahm Ende Juni im Bauwesen berdurchschnittlich zu.

    SAP sterreich-COO Gerhard Zeiner folgt Karl Javurek als WdF-Chef.

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    Wechsel sAP-Chief operating officer engagiert sich

    Neuer WdF-Chef

    Unser Ziel ist die Chancengleichheit

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  • Wien. Nach Abschluss des Gymna-siums hat sich Johannes Loinger fr den direkten Einstieg ins Be-rufsleben entschieden. Eigentlich brachte mich ein Zufall zu einem kleineren Versicherer, bei dem ich mich bereits mit 18 Jahren enga-gierte. Ich erinnere mich gut, wie ich mit Verkaufsfoldern und Tarif-mappe bewaffnet versuchte, Men-schen davon zu berzeugen, dass eine Eigenvorsorge in Form von Lebens- und Unfallversicherungen unabdingbar ist, erinnert sich Loinger im Gesprch mit medianet schmunzelnd an seine ersten Be-rufserfahrungen.

    Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass ich das Versiche-rungsgeschft von der Pike auf ge-lernt habe, so Loinger. Und ich habe auch bis heute nicht verges-sen, wie es sich anfhlt, wenn man feuchte Hnde bekommt in der einen die Tasche und die andere am Klingelknopf.

    Nach mehreren Jahren im Versi-cherungsauendienst ergriff Loin-ger die Mglichkeit, in Fhrungs-positionen grerer sterreichi-scher Versicherungsunternehmen zu wechseln.

    Der Aufstieg zum Vorstand

    Anfang 1999 stieg er dann zum Vorstand der D.A.S. auf, bei der er derzeit als Vorstandssprecher agiert. Die Ttigkeit bei der D.A.S. ist fr mich nicht nur von der un-ternehmerischen Seite her span-nend, sondern auch die inhaltliche

    Seite ist sehr wertvoll, sagt Loin-ger, der es als persnlichen Auftrag ansieht, fr leistbare Chancen-gleichheit zu sorgen. Gerichtliche Auseinandersetzungen sind oft sehr kostenintensiv. Oft verzich-ten sterreicher deshalb auf die Durchsetzung ihrer Rechte, weil sie einfach Angst vor dem Kos-tenrisiko haben. Es ist fr mich ein tglicher Antrieb, die Welt ein Stck gerechter werden zu lassen.

    70.000 Rechtsstreitigkeiten

    Jedes Jahr ist der Spezialrechts-schutzversicherer mit rund 70.000 Rechtsangelegenheiten konfron-tiert. In der berwiegenden Zahl der Flle fhrt unsere Fachkennt-nis zum gewnschten Erfolg, so Loinger. Fr viele Kunden stellen Rechtsstreitigkeiten schwierige Si-tuationen dar und belasten extrem.

    So gesehen freut es mich, wenn wir helfen konnten, und es ist eine schne Besttigung fr uns, wenn wir ein Dankesschreiben erhalten, weil wir rasch, wirksam und un-kompliziert einen Rechtsstreit bei-legen oder seine weitere Eskalation verhindern konnten.

    Weltmarktfhrer

    Woher kommt eigentlich die Ab-krzung D.A.S.? Loinger: Die Ver- sicherungsform entstand vor rund 100 Jahren nach einem schreck-lichen Unfall bei einem Autoren-nen in Le Mans, bei dem Teil-nehmer und viele Zuschauer zu Schaden gekommen sind. 1928 bei ihrer Grndung in Deutschland wie auch 1956, als die erste D.A.S. Ge-sellschaft auerhalb Deutschlands (nmlich in ster reich) erffnet wurde, hie die D.A.S. noch Deut-scher Automobilschutz.

    Heute ist der Schutz auf alle we-sentlichen Lebens- und Risikobe-reiche ausgedehnt. Die D.A.S. wird als Synonym fr Rechtsschutz ge-sehen und ist auch Weltmarktfh-rer in diesem Bereich. Aufgrund der Verbindung zum ERGO-Kon-zern und zur Munich Re sind wir kapitalstark und knnen als soli-des und gesundes Unternehmen sicher auch in turbulenten Zeiten ressieren. Den Vorteil des Spezi-alisten sieht Loinger in der Unab-hngigkeit; er meint damit u.a. die Freiheit von Interessenskollisionen mit anderen Versicherungsspar-ten und die Anforderung, nur dem Kunden verpflichtet zu sein.

    Sollte es das Ziel einer Rechts-schutzversicherung sein, vor Ge-richt immer zu gewinnen? Das ist nicht immer sinnvoll, sagt Loin-ger. Oft haben Konfliktparteien ein Interesse an der Erhaltung ih-rer Beziehung, man denke etwa an Arbeitnehmer-Arbeitgeber-, an KundenLieferanten-Beziehungen oder an Nachbarschaften. In diesen

    Fllen verursacht die Durchsetzung vor Gericht vielleicht eine kurze Befriedigung, wenn man Recht be-kommen hat, aber die lngerfristige Beziehung ist zerstrt

    Weiteres Wachstum geplant

    Noch fr 2015 hat D.A.S. einige Neuerungen vor. Das Hauptaugen-merk legen wir verstrkt auf das Thema Wachstum, sagt Loinger. Wir werden uns neben Digitalisie-rung verstrkt der Kundenbindung widmen. Darber hinaus gibt es in-novative Produkte und Deckungse-

    lemente etwa die Absicherung bei Bauvorhaben. Seit Jahrzehnten ist dieses Thema im Rechtsschutz ta-buisiert. Mit neuen Rechtsschutz-lsungen fr Bauherren, sowohl im Privat- als auch im Firmenbereich, mchten wir hier einen bestehen-den Bedarf decken.

    Motoren und Musik

    Loinger wurde zwar nicht sei-nen Kindestrumen entsprechend Autorennfahrer, aber zumindest privat bettigt er sich fallweise motorsportlich.

    Richtig entspannen und zur Ruhe kommen kann er bei guter Musik nicht nur passiv; hin und wieder kann man ihn live am Klavier oder am Jazzbass persnlich erleben.

    Und ganz besonders schtzt er es, die knappe Freizeit mit seiner groen Familie zu verbringen

    68 careernetwork Career portrait Freitag, 3. Juli 2015

    D.A

    .S.

    Jeder hat das Recht auf sein RechtAls erfahrener Versicherungsspezialist setzt sich Johannes Loinger (52)

    beim fhrenden Spezialrechtsschutzversicherer D.A.S fr Chancengleichheit ein.

    10 FragenaN JoHaNNeS LoiNGer

    Als Kind wollte ich immer schon Autorennfahrer werden. Seit meiner frhesten Kindheit spielten Autos und Motorrder eine groe Rolle. Der tragische Unfall von Jochen Rindt im Jahr 1970 war fr mich als damals Achtjhriger eine Katastrophe.

    Erfolg ist dann gegeben, wenn man allein oder gemeinsam im Team anspruchsvolle Ziele erreicht.

    Fr die Karriere ist wichtig sich selbst treu zu bleiben, konsequent und diszipliniert den eigenen Weg zu gehen, das zu tun, wovon man berzeugt ist, mglichst viele Menschen mit dieser daraus entstehenden, positiven Energie anzustecken und etwas Glck zu haben.

    Mein Lebensmotto: An sich selbst zu glauben.

    Jungen Menschen wrde ich raten fr die bestmgliche eigene Ausbil-dung zu sorgen, die zu bekommen ist. Wenn es geht, auch internationale Erfah-rung sammeln und jedenfalls das tun, was man wirklich gern macht.

    Die Bedeutung von Geld ist: Spielraum zur Schaffung von Mg-lichkeiten.

    Ein Buch, das mich berhrt hat: Der Name der Rose von Umberto Eco.

    Wohin ich unbedingt reisen mchte Gemeinsam mit meiner Frau auf tolle Inseln, auf denen es auch whrend unseres Winters warm ist

    Woran ich glaube Dass es sich lohnt, fr die eigene ber-zeugung zu kmpfen und sich dafr einzusetzen.

    In 10 Jahren werde ich 62 sein, hoffentlich gesund und umgeben von Menschen, die es ehrlich und gut mit mir meinen.

    Siege vor Gericht

    sind nicht immer

    sinnvoll.

    JOHANNES LOINGER

    Rechtsschutz ist ein

    Schritt in Richtung

    mehr Gerechtigkeit.

    JOHANNES LOINGER

    zuR pERSON

    Johannes Loingergeb. am 10.10.19621980 Volksfrsorge-Jupiter 1983 Interunfall Versicherung 1987 Universittslehrgang fr Versiche-

    rungswirtschaft, WU Wien1990 Wiener Allianz Versicherung1995 Bawag-Versicherung