career 0304

Click here to load reader

  • date post

    21-Jul-2016
  • Category

    Documents

  • view

    219
  • download

    0

Embed Size (px)

description

 

Transcript of career 0304

  • medianet

    careernetwork

    Wien. Alumni&Co das Netzwerk der FHWien der WKW vergibt fr den International MBA in Mana- gement & Communications ein Sti-pendium von 13.000 und ein Teil-stipendium von 6.000 .

    Interessenten senden aussage-krftige Bewerbungsunterlagen, bestehend aus einem Motivati-onsschreiben plus Lebenslauf, bis 30.4. per E-Mail (Betreff MBA Stipendium) an [email protected], sagt Michaela Beranek, Ge-schftsfhrerin von Alumni&Co. Wichtig ist die Angabe, ob die Be-werbung fr das Voll-, Teil- oder beide Stipendien gelten soll. (pj)

    SIEMENS HOLT SICH WIFI WIEN

    Eine neue Kooperation im Trainingsbereich rund um die Produktlinie Comos Seite 69

    DER ALTE ARBEITSMARKT

    Deloitte entwickelte einen 6-Punkte-Plan zur Frderung lterer Arbeitnehmer Seite 71

    MARION MITSCH

    UFH Hu

    sler

    /Wifi

    P

    anth

    erm

    edia

    .net

    inside yoUr bUsiness. today. Freitag, 3. aPril 2015 67

    Profil Wolfgang Renner vernetzt

    sich mit Vietnam, checkt Hunderte Veranstaltungen und pusht die Wiener Zeitung. Seite 68 Executive Die

    Zauberformel fr Strategisches Management. Seite 69

    simon rainsborough

    K

    ejob

    /Mar

    tin s

    teig

    er

    KEJOB KOMMT

    Eine sterreichweite Eventpersonal-Plattform geht online erstes Gro-projekt ist der Eurovision Song Contest. Seite 70

    Wien. Mit Ende Mrz waren hierzu-lande 428.519 Menschen ohne Job ein Anstieg um 6,5% zum Vorjahr.

    360.212 Personen waren arbeits-los gemeldet (+12,9%), und 68.307 befinden sich derzeit in AMS-Schu-lungen (-17,8%).

    Negative Entwicklung

    Mit der derzeitigen Arbeits-marktpolitik steuern wir auf die Halbe-Million-Marke bei den Ar-beitslosen zu. Das ist ein arbeits-marktpolitisches Versagen, kri-tisiert Herbert Rohrmair-Lewis. Ein Schlsselfaktor ist fr den

    JW-Bundesvorsitzenden die Ent-lastung des Faktors Arbeit: Wir fordern eine Lohnnebenkostenbe-freiung fr den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr. Das ermglicht besonders jungen Unternehmen, die im gerade im Aufbau ihrer Ge-schftsttigkeit sind, neue Mitar-beiter einzustellen.

    Start-ups schaffen bereits im ersten Betriebsjahr durchschnitt-lich 2,4 Arbeitspltze deshalb setzt sich die Junge Wirtschaft fr Unternehmensgrnder ein und fordert laut Rohrmair-Lewis ra-sche Schritte zum Abbau der Wirt-schaftsbremse Brokratie. (pj)

    Lohnnebenkosten JW-rohrmair-lewis ortet arbeitsmarktpolitisches Versagen

    Viel mehr Jobs mssen her

    Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvor-sitzender der Jungen Wirtschaft (JW).

    Michaela Beranek pusht mit Alumni&Co den Grundsatz Lebenslanges Lernen.

    J

    unge

    Wirt

    scha

    ft/li

    si s

    pech

    t

    F

    HW

    ien

    der W

    KW

    /Phi

    lipp

    tom

    sich

    FHWien d. WKW Weiterentwicklung von Fhrungskrften

    MBA-Stipendium

    Umweltforum Haushalt Privatstiftung/bernhard Wolf

    Der Meister der befriedigten Neugier

  • Wien. Ein Gesprch mit Wolfgang Renner umfasst eine Mischung aus Zeit- und eigener Geschichte.

    Da geht es um den Vietnamkrieg oder Creedence Clearwater Revival ebenso wie um die Heisenbergsche Unschrferelation und gleichzei-tig um top-aktuelle Vorschlge, wie der Wirtschaftsstandort sterreich im aufstrebenden Vietnam zu ver-kaufen wre, oder um modernes Marketing fr eine Tageszeitung.

    Ein neues Austria Today

    Doch der Reihe nach. Ich bin in Zwettl zur Schule gegangen, dann in Krems aufs Gymnasium und danach, wie viele andere Wald-viertler, zur vertieften Ausbildung nach Wien, erinnert sich Renner. Von den Eltern habe ich das The-ma Lebenslanges Lernen mit auf den Weg bekommen. Nach seiner grafischen Ausbildung an der Wie- ner Kunstschule und Absolvierung des Universittslehrgangs fr Wer- bung und Verkauf an der Wiener WU sowie einem weiteren Ab-schluss mit dem Master Degree in Executive Management war einer von Renners Karriereschritten die Gestaltung des internationalen Magazins Austria Today, mit dem Ziel, ffentlichkeitsarbeit im Inte-resse des Ansehens sterreichs im Ausland und die Kommunikation in den Bereichen Wirtschaft und Kultur zu frdern.

    Meine Aufgabe bestand darin, Austria Today neu aufzustellen in Deutsch, Englisch und Franz-sisch. Mein Chef Harald Egger hat mich sehr gefrdert und zu smt-lichen relevanten Veranstaltungen geschickt. Im Zuge dessen wurde Renner von der Geschftsfhrung des Forschungszentrums Seibers-dorf gewissermaen abgeworben.

    Seibersdorf-GF Detter und Mar-ketingchef Hildebrand meinten: Wir machen jetzt Forschung und Technologie aus sterreich in Alp- bach zum Thema. Und so geschah es und Renner war fr das tech-nische Rahmenprogramm sowie fr die Kommunikation verant-wortlich. Seither habe ich das groe Glck, viele innovative Pro-jekte whrend des Forums reali-sieren zu drfen und ich bin seit mittlerweile 30 Jahren am ande-ren Zauberberg, wie der Grnder des Forums, Otto Molden, Alpbach nannte, mit dabei.

    In Seibersdorf wurden dann zahl-reiche weitere Themen wie etwa das Projekt Forschung zum An-greifen entwickelt. Meine groe Aufgabe lautete, public understan-ding of science unter die Leute zu bringen und diesem Thema zu me-dialer Aufmerksamkeit zu verhel-fen. Doch die Pionierarbeit gestal-tete sich nicht ganz unmhselig und dauert wohl immer noch an.

    2002 haben wir das Projekt Brain-Drain gestartet. Die EU hat damals festgestellt, dass rund

    80.000 hochqualifizierte junge Men- schen nach dem Studium Europa verlassen, um nach Amerika gehen. Die Amerikaner nutzen massiv Talent-scouting Unsere neu ge-grndeten Austrian Science Talks in North America wurden ab 2003, gemeinsam mit dem bmvit und der sterr. Botschaft in Washington, an den groen Unis und Forschungs-einrichtungen abgehalten und wir haben doch so manchen Emi-granten zurckgeholt ...

    Es ist allerdings noch ein hartes Stck Arbeit, um zum Innovation Leader zu werden, schaut man auf den EU-Forschungs-Indikator oder den NY Times Reputation Index.

    Zurck zu Renners persnlicher Historie. Ende 2006 bin ich aus Seibersdorf ausgeschieden und dann zur Wiener Zeitung gekom-men, um die Bereiche Kommuni-kation, Kooperationen und Veran-staltungen neu aufzustellen und auszubauen. Das Ziel dabei war und ist, das Image der Wiener Zei-tung als attraktiven Partner fr die Wirtschaft zu frdern und anderer-seits unserer Leserschaft interes-sante Angebote als Zusatznutzen zur Tageszeitung zu offerieren. Wir haben dafr unter anderem eine hochkartige Veranstaltungs-reihe die Alpbach-Talks als Co-Veranstalter mit dem Europ-ischen Forum Alpbach etabliert.

    Die Richtung ist der Plan

    Renners Bilanz umfasst inzwi-schen unzhlige Veranstaltungen und Events mit Partnern wie der Wiener Universitt fr Ange-wandte Kunst, der Albertina oder dem Kulturforum in New York ebenso wie mit innovativen Street-Art-Festivals. Vor zwei Jahren

    haben wir mit den Kulturhaupt-stdten Europas etwas sehr Sch-nes entwickelt mit Beilagen, Abos und Gewinnspielen, nennt Renner ein weiteres Beispiel zur Positio-nierung des Medienhauses.

    Der Weg nach Vietnam

    Und dann kam der Ruf aus dem Fernen Osten. Renner: 2009 reiste eine groe Wirtschafts- und Wis-senschaftsdelegation aus Vietnam durch Europa, um potenzielle Ko-operationspartner aus diesen zu-kunftstrchtigen Bereichen zu fin-den. Man war sehr beeindruckt von der Wiener Zeitung am meisten vom Faktum, dass sie 1703 gegrn-det worden ist und immer noch er-scheint ... Drei Monate spter kam eine Einladung nach Hanoi, meinen Vortrag ebendort zu wiederholen.

    Teil 1: Zeitung machen seit 1703, Teil 2: Wissenschaftskommuni-kation denn das war ein Thema, das die Vietnamesen noch nicht entdeckt hatten. Es sind dann auch Wirtschaftsdelegationen aus Vietnam nach sterreich gekom-men, und es entwickelte sich eine Art Leidenschaft. Als Auslnder wurde ich zum ersten Honorar-Doktorat in der Geschichte der Ho-Ch-Minh-Universitt vorgeschla-gen, erzhlt Renner leuchtenden Auges. Ich habe mich sehr gefreut, dort als erster Westeuroper un-terrichten zu drfen.

    Ein wichtiges Zusatzziel dabei war es, den Wirtschaftsstandort sterreich in Vietnam auf den Weg zu bringen. Daran arbeite ich nach wie vor , deutet Ren-ner Kritik an den brokratischen Gepflogenheiten hierzulande nur nobel an

    68 careernetwork Career portrait Freitag, 3. April 2015

    W

    iene

    r Zei

    tung

    /Mor

    itz Z

    iegl

    er

    Wissenschaftspionier mit medialen Verquickungen

    Wolfgang Renner ist Bereichsleiter bei der Wiener Zeitung und Doktor honoris causa dank seiner unermdlichen Aktivitten im Dienste der Neugierigkeitsforschung.

    10 FragenaN WoLFGaNG reNNer

    Als Kind wollte ich immer schon das Meer sehen

    Erfolg ist Nachhaltigkeit im Handeln.

    Fr die Karriere ist wichtig Know-how, Authentizitt, Neugier und Loyalitt.

    Mein Lebensmotto: Keep it moving.

    Jungen Menschen wrde ich raten internationale Erfahrungen zu sammeln, die Vielfalt suchen.

    Die Bedeutung von Geld ist: in unserem Kulturkreis ein Faktum.

    Ein Buch, das mich berhrt hat, ist: Anleitung zum Unglcklichsein von Paul Watzlawick.

    Wohin ich unbedingt reisen mchte Himalaya.

    Woran ich glaube An das Gute im Leben.

    In 20 Jahren werde ich meine nchste Reise planen.

    Mein Ziel war und

    ist das public under-

    standing of science.

    WOLFGANG RENNER

    zuR pERsON

    Wolfgang Renner (geb. am 19.8.1958) ist seit 2007 Leiter des Bereichs Marketing und Kommunikation bei der Wiener Zeitung, der ltesten, noch bestehenden Tageszeitung der Welt. Sein Aufgabengebiet umfasst das klassische Marketing, die Organisation von Veranstaltungen (z.B. die Alpbach Talks in Kooperation mit dem Europischen Forum Alpbach) sowie nationale und internationale Kooperationen mit